Hattinger SV – SG Reichenau/R.-Walds. 1:2 (0:0)
Der Start in eine neue Saison gleicht einer Wundertüte, da zumeist in allen Teams Spieler aufgrund von Urlaub, Verletzungen usw. fehlen. So ist es natürlich auch bei der SG Reichenau. Dennoch war das klare Ziel der SGR mit drei Punkten in die Bezirksligasaison 2026/2027 zu starten.
In Hattingen angekommen traf man auf das gewohnte Bild. Der Platz war in einem miserablen Zustand, sodass klar war, dass an diesem Tag kein Schönheitspreis zu gewinnen sein wird. Doch die SGR nahm dieSituation zu Beginn an und bestimmte die Partie. Eine Flanke von Aaron Sättele landete auf der Latte.Kurz darauf scheiterte Magnus Eiermann mit einem Distanzschuss ebenfalls am Querbalken. Dreiweitere Chancen machte der Hattinger Keeper zunichte. Die größte Gelegenheit bot sich WilliWinterhalter, der das Spielgerät aber aus kurzer Distanz mit aller Kraft in die Erdumlaufbahn beförderte. Die Hattinger kamen im ersten Durchgang zu einer Großchance, die aber im letztenMoment geblockt wurde.
So ging es mit einem 0:0 in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel verloren die Reichenauer Jungs den Faden und konnten sich glücklich schätzen, dass der Hattinger Stürmer das Kunststück fertig brachte den Ball nur an die Latte des völlig verwaisten SGR-Tores zu schießen.Nur kurz darauf war erneut Durchatmen angesagt, als der Schiedsrichter anstatt eines Elfmeters auf Stürmerfoul entschied. Coach Weltin war mit dem Auftritt überhaupt nicht einverstanden und wechselte in der 65. Minute Clemens Ochs und Nico Gasser ein. In der 67. Minute zeigte der eingewechselte Gasser direkt wie gut ein ausgedehnter Familienurlaub im Norden Deutschlands tun kann. Mit seiner ersten Aktion lief er einen Gegenspieler ins Leere laufen und zog volley aus 25Metern ab. Was zuerst wie eine sichere Beute für den Torhüter aussah, entpuppte sich als Aufsetzer,der mit Hilfe des „Rasens“ unter den Handschuhen hindurch ins Tor zur Reichenauer Führung rutschte. Nur eine Minute später gab es das nächste Geschenk. Winterhalter, der an diesem Tag gefallen an Hochschüssen gefunden hatte, drosch das Leder im hohen Bogen in den Strafraum. DerTorhüter ließ den Ball ohne Not durch seine Hände gleiten und Korbi Gräf bedankte sich artig und schob zum 2:0 ein. Jetzt sah alles nach einer entspannten Schlussphase aus.
Doch die SGR wäre nicht sie selbst, wenn man den Gegner nicht nochmal zurück ins Spiel kommen lassen würde. In der 89.Minute verwandelte Samardzic einen Freistoß direkt zum Anschlusstreffer. In der Nachspielzeit konterte die SGR dann und Magnus Eiermann spielte Gräf frei. Dieser machte vieles richtig und standfrei vor dem Tor, doch sein Abschluss war wenig überzeugend. So musste die SGR ein letztes Malzittern. Doch der Schiedsrichter pfiff den Ausgleichstreffer aufgrund einer Abseitsposition zurück.
Damit konnte die SGR einen umkämpften Auswärtserfolg einfahren. Schön war´s zwar nicht, aber drei Punkte sind drei Punkte. Dennoch muss sich die SGR in den kommenden Wochen steigern.
