2019 Vereinsmeisterschaften

Am Sonntag trafen sich die Leichtathleten zu ihren alljährlichen Vereinsmeisterschaften. Traditionell wird zu diesem Anlass für alle Altersklassen, Männlein und Weiblein, ein klassischer 5-Kampf ausgetragen. Alle haben die gleichen Disziplinen zu absolvieren.
Dieses Jahr sind leider nur neun Athleten angetreten, haben aber allesamt gute Leistungen erbracht: Los ging es mit den 100m, bei denen Marco, Aaron und Fabio sich im ersten Lauf ein spannendes Rennen lieferten, welches dann Marco (12,78s) ganz knapp für sich entschied. Christin und Ina waren im letzten Lauf mit ihren 16,73s und 16,84s auch relativ zufrieden, da die Aschenbahn nach dem starken Regen sehr aufgeweicht und schwer war. Beim Weitsprung lieferten sich die beiden Sattel-Brüder ebenfalls einen spannenden Kampf, am Ende war der jüngere Aaron dem großen Bruder um 1cm voraus. Nur unser Newcomer Michael Rick landete mit 4.90m ein Stück weiter hinten in der Grube. Der weiteste Wurf  mit dem Diskus gelang- wem auch sonst - unserem Zehnkämpfer Marco. Obwohl seit ca.1 Jahr mit wenig Training, warf er die Scheibe 28m weit. Beim Hochsprung blieben alle unter ihren Leistungen. Der 1.70m Springer Jannis stockte schon bei 1.60m, so dass auch hier Marco mit 1.65m die höchste Höhe erreichte. Dann das Speerwerfen - eigentlich eine Disziplin die auch Niklas liegt. Aber der vorangegangene Abend war doch zu hart… knappe 20m. Nur - wieder mal - Marco übertraf die 40m Marke. Zum Abschluss - wie immer im Mehrkampf - die „lange“ Strecke! Die Vorfreude war bei allen bei mittlerweile knappen 30°C riesig… Auch bei dieser Disziplin, die traditionell bei den Reichenauern die stärkste ist, gab es an der Spitze das Duell der Brüder Sattel. Marco war am Schnellsten in 3:08min, vor Aaron in 3:15min- der fast noch auf der Zielgeraden von Fabio 3:18min eingeholt wurde. Zeitgleich kam Michael ins Ziel und für alle vier gilt verpflichtend fürs nächste Jahr - die 3min zu knacken. Unsere stärkste Läuferin, Christin erreichte das Ziel nach 3:25min und konnte so im Männerfeld gut mithalten. Jannis mit 3:40min blieb auch ein wenig unter seinen Möglichkeiten (Training hilft!!) kam jedoch kurz vor Markus ins Ziel. Niklas, der die Strecke sehr mutig anging, musste nachher für sein hohes Anfangstempo büßen und erreichte das Ziel noch kurz vor Ina (4.17min.) in 4:15min.!

Vereinsmeister Frauen:

  1. Christin Wintersig
  2. Ina Wiz  ( aber jünger, daher 1. Jugend!)

Männer:

  1. Marco Sättele
  2. Aaron Sättele   1. Jugend
  3. Fabio Gasser    2. Jugend
  4. Jannis Gasser
  5. Michael Rick
  6. Markus Wintersig   ältester Teilnehmer!
  7. Niklas Schnell    3. Jugend

Sieben Leichtathleten des SVR machten sich vergangenen Sonntag auf den Weg zum Schienerberg, um dort die Reichenau traditionell beim Schienerberglauf zu vertreten. Mit zwei Gesamtsiegen (Christin und Jens), einem Mannschaftssieg und zahlreichen Platzierungen ist dies wieder eindrucksvoll gelungen!


Bei den Jugendlichen (5km) machten sich Tatjana Wehrle und Ina Wilz auf den strapaziösen Weg durch die Hitze. Tatjana erreichte in der B-Jugend in ansehnlichen 31:15min den 4. Platz, kurz hinter Ina, die in 26:28min den 2. Platz in der A-Jugend erreichte!

Der größten Herausforderung stellte sich Peter Wehrle. Er machte sich auf den Weg über die 20km. Mit einer für seine Verhältnisse unüblichen Vorsicht ging er das Rennen an, musste aber trotzdem der hohen Temperatur Tribut zollen und kam nach 1:40:39h als Gesamtsechster ins Ziel. Unter diesen Bedingungen ist es schon eine tolle Leistung, überhaupt ins Ziel zu kommen!

Auf der 9,5km Distanz waren Christin Wintersig und Jens Ziganke erfolgreich: Beide liefen hier ihren ersten Wettkampf nach hartnäckigen Verletzungspausen und beide feierten ein erfolgreiches Comeback! Christin holte sich den Gesamtsieg (41:28min) mit über 6min Vorsprung auf die Zweitplatzierte und auch Jens (33:37min)  gewann mit mehr als einer Minute Vorsprung. Beide konnten sich über einen großzügigen Spezialitätenkorb und Essengutscheine freuen. Jürgen Bücker hatte wohl noch nicht mitbekommen, wie heiß es war: Trotz 35°C Außentemperatur und eines anstehenden 9,5km-Rennen fuhr er die 30 km samt Anstieg nach Schienen mit dem Fahrrad, um dann in 40:26min einen hervorragenden 4. Gesamtplatz und 2. Platz in der Altersklasse zu erlaufen! Das reichte ihm aber immer noch nicht, also fuhr er auch mit dem Fahrrad wieder nach Hause. Als letzter im Bunde kam Markus Wintersig in 44:02min ins Ziel, das reichte zu Platz 10 in der Gesamtwertung und … mangels starker Konkurenz … zum 1.Platz in der Altersklasse M3!

Durch die guten Einzelergebnisse holten Jens, Jürgen und Markus noch den Mannschaftssieg auf die Reichenau und brachten so den unter anderem von der Reichenau-Gemüse gesponserten Gemüsekorb wieder zurück auf die Insel!

Am Nordufer des Bodensees waren Tatjana und Peter Wehrle mit von der Partie. Tatjana ging über die 5km-Strecke an den Start und konnte dort in guten 25:51 Minuten den 2. Platz in der weiblichen U16 erlaufen. Papa Peter lief die 10km, nachdem er bei den letzten Wettkämpfen nicht ganz zufrieden mit sich gewesen war, freute er sich beim Zieleinlauf nach 39:30 Minuten über eine aufsteigende Formkurve und Platz 3 in der M45.

Etwas verspätet ein kleiner Nachtrag: Ende April hatten sich Michaela und Christin in den Norden aufgemacht, um  sich die Konkurrenz am Niederrhein anzuschauen. Im Wohnort ihrer Verwandtschaft fand der mittlerweile groß angelegte Apfelblütenlauf statt. Eine ideale Gelegenheit, einen Besuch mit dem Wettkampf zu verbinden.

Und es lohnte sich, die beiden räumten das Feld ordentlich auf!
Am Start des 10 Kilometer Laufs herrschte lockere Stimmung: Der Moderator musste zunächst darauf aufmerksam gemacht werden, dass die Läufer gerne starten möchten; diese jedoch stehen selbst drei Sekunden vor dem Schuss noch 20 Meter hinter der Startlinie. Christin positionierte sich sofort im vorderen Männerfeld. Hier wurden zu Beginn noch Gespräche geführt, wer wie schnell laufen möchte… Souverän steigerte sie sich im Verlauf des Rennens, auch wenn sie sich einige Kommentare von wegen „du musst noch eine zweite Runde!“  anhören musste. Sie ließ sich nicht aus der Ruhe bringen und zeigte, das sie wusste, was sie tat: Nur sechs Männern ließ sie den Vortritt und gewann mit deutlichem Vorsprung in 39:34min! Michaela ging die Sache ganz entspannt an, erhöhte aber schnell das Tempo. Getrieben von den Zuschauern am Rand ließ sie ihre Beine laufen. Es wurde anstrengend, aber es waren auch nur noch wenige Kilometer bis ins Ziel – sie biss die Zähne zusammen. Das sollte sich auszahlen: Fix und fertig, aber glücklich und etwas stolz erreichte sie als dritte Frau das Ziel! Eine Top-neue Bestzeit von nur 43:50min steigerte die Freude nochmals deutlich!  So konnten beide auf der Bühne einen Korb mit Apfelspezialitäten in Empfang nehmen und hatten es definitiv geschafft, auf die Reichenau im Bodensee aufmerksam zu machen!

2019 Apfelblütenlauf 2

Peter, Christoph, Fabian und Thomas machten sich am 12. Mai auf zum Schluchseelauf. Die Reichenauer Männer brachten einen starken dritten Platz in der Mannschaftswertung mit nach Hause!
Thomas lief als einziger die 10,4km Runde in 48:20 Minuten. Er wurde Zweiter in seiner Altersklasse. Wegen einer Knieverletzung war es sein erster Wettkampf seit Januar.

Peter wollte sich an seiner zuletzt am Schluchsee gelaufenen Zeit messen und es lief wie am Schnürchen, bis Kilometer 14. Hier brach er etwas ein, am Ende war er mit seinem Ergebnis jedoch nicht unzufrieden. Bei den nächsten Läufen will er sich allerdings steigern.

Christoph ging davon aus, seine Bestzeit vom letzten Jahr nicht knacken zu können, da er nur sechs Wochen voll trainiert hatte. Den ersten Kilometer lief er zurückhaltend, doch danach lief es überraschend gut. Bei Kilometer 10 merkte er, dass eine neue Bestzeit drin ist und er war mit einer Gruppe zügig unterwegs. Die letzten Kilometer sind am Schluchsee wegen dem Profil besonders hart. Er hat aber auch diese gut gemeistert, nicht allzu viele Sekunden verloren und seine Vorjahreszeit um 40 Sekunden verbessert!

Fabian lief zum ersten Mal die 18.2 Kilometer lange Strecke. Die letzten Wochen kam er ganz gut in Form und wollte versuchen, an seinem Trainingspartner Christoph dran zu bleiben. Dies gelang ihm bis Kilometer drei. Da merkte er, dass Christophs Tempo einfach zu hoch ist und er seinen eigenen Schritt gehen muss. Auch Fabian musste lernen, dass das Rennen am Schluchsee erst bei Kilometer 12 anfängt. Auf den letzten Kilometern hat er deshalb einige Sekunden verloren. Am Ende war er doch zufrieden mit seinem ersten Schluchseelauf!

Über den dritten Platz in der Mannschaftswertung durfte man sich obendrein noch freuen.

 

Christoph Klauser    1:08:52h  17.Gesamt/4.AK
Fabian Greiß           1:13:48h  48.Gesamt/12.AK
Peter Wehrle           1:15:57h  80.Gesamt/11.AK
Thomas Roser           48:20min 27.Gesamt/2.AK

Italien, wir kommen!!!  Voller Vorfreude  hat sich eine 11-köpfige Sportlergruppe von der Reichenau aufgemacht, um in der Woche vor Ostern die Umgebung von Viareggio unsicher zu machen.
Alles hat gut gepasst - das Wetter sehr lauffreundlich, das Meer ausreichend warm, und vor allem: Motivierte Läufer! Ein einziges Problem: Das Stadion hat uns nicht kommen gehört,  jedes Mal standen wir vor geschlossenen Türen. Aber auch hier weiß man sich zu helfen – Laufen kann man bekanntlich überall: Die 400m Läufe fanden improvisiert  im Wald statt, Kräftigung und Stabilisation am Strand, das Schnelligkeitstraining im Park.
Jeden Morgen um sieben Uhr  begann der Tag mit einem kurzen Auftakt am Strand…für so manchen eine kleine Quälerei, das Frühstück schmeckte danach jedoch noch besser (auch wenn dem der ein oder andere widersprechen wird…). Jens, Stefan, Lasse und Christin sowie Michaela, Gina und Jannis formierten sich zu zwei idealen Gruppen. Sowohl beim Fahrtspiel im Wald als auch beim langen Dauerlauf an der Küste entlang machten sie sich ordentlich Temp. Obwohl Jannis in diesem Jahr eigentlich aussetzen und zu Hause bleiben wollte, fand er sich plötzlich doch im Italien-Auto wieder. So ist das nun mal als treue Seele! Dank Gina und Michaela lernte er in der Woche wieder, wie man seine Energie auch auf eine längere Strecke aufteilen kann und muss. Joshua kämpfte sich ohne zu Murren wacker durch die Tage.  Dies unterstützte eine erstaunlich ehrgeizige Frauenbegleitung namens Ina – der man anmerkte, dass sie sich für dieses Jahr einiges vorgenommen hat. Und für Pizza und Bier am Abend lohnte es sich hartes Training allemal! So ließ sich der Tag gut ausklingen: Nach einem anstrengenden Tag Pizza oder Pasta vor sich – und entspannen! Ein Gelato als Nachtisch ist in Italien natürlich Pflicht. Und vermutlich auch nötig, um alle Speicher für den nächsten Tag zu rüsten… Die Bar zum Schluss darf keinesfalls fehlen: Nach mehreren Jahren in Folge würde der Wirt uns sonst noch vermissen!
Stephan hatte etwas Pech. Gleich am ersten Tag begann sein Rücken zu schmerzen, sodass er wohl oder übel das Rad als Alternativprogramm nutzen musste. Markus coachte und trainierte gleichzeitig. Nach mehreren Wochen Pause tastete er sich langsam wieder an längere Belastungen heran und genoss vor allem den Strandlauf.
Im Endeffekt kamen bei zwei Trainingseinheiten pro Tag alle auf ihre Kosten und hoffen, dass sich das Training im Verlauf des Jahres  auszahlt!
Viel zu schnell war die Woche schon wieder vorbei und die Taschen im Auto. Dank einer angemessenen Mischung aus Training, Essen, Kultur und italienischer Vita sind alle (in ein paar Tagen wieder) fit und zufrieden auf der Insel angekommen!

2019 Trainingslager Viareggio

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